Erfolgreich abgeschlossen. Ein Nachtrag.

Nachtrag zu unserem Beitrag ‚Skepsis auf beiden Seiten‘.

Wir haben den beschriebenen Auftrag bekommen und mittlerweile auch schon ausgeführt.
Erfolgreich, wie ich hinzufügen möchte.
Eigentümer und Hausverwaltung sind mit dem erzielten Ergebnis sehr zufrieden.
Wir auch.

Nochmal zur Erinnerung:
Eine Fassade mit einem ungleichmäßigem Anstrich, der auf einem ungleichmäßig gefilzten Putz gestrichen wurde. Das Ergebnis war eine wolkige Fläche voller Ansätze.

Unsere Lösung (in Absprache mit dem Farbenhersteller):
Grundanstrich mit Keim Contact Plus, einer hochgefüllten Grundbeschichtung, dann ein Anstrich mit Keim Soldalit im gewünschten Farbton.
Der Grundanstrich sorgte aufgrund seiner Körnung für eine gleichmäßige Struktur, die die vorhandene, aber unerwünschte wolkige Struktur ausglich.
Der Schlußanstrich wurde gleich von vier Mitarbeitern ausgeführt. Das war nötig um eine schöne, gleichmäßige Fläche ohne Ansätze gewährleisten zu können, trotz der hohen Temperaturen (siehe auch ‚Hitzefrei. Oder so was ähnliches‚).

Es hat funktioniert.
Der Anstrich ist gleichmäßig und ansatzfrei.
Aber genauso wichtig wie die gut geplante Ausführung, war die Kommunikation mit dem Kunden.
Denn nur wenn die Erwartungen des Kunden bekannt sind, und ihm das maximal erreichbare Ergebnis erklärt wird, kann auch ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.
Wenn die Schere zwischen Erwartung und möglichem Ergebnis zu weit geöffnet ist, ist eine erfolgreiche Auftragsabwicklung kaum möglich.
Deswegen, auch wenn’s ein alter Hut ist: Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Zufriedenen Grüße
SM

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Hitzefrei. Oder so was ähnliches.

Wir wollen jetzt hier nicht über die herrschenden Temperaturen jammern (es ist halt Sommer), aber sie machen die Arbeit für uns und viele Kollegen, auch anderer Gewerke, nicht gerade einfach.

Bei diesen Ozonwerten ist Vorsicht angesagt. Da sollte niemand zu lange draußen oder sogar in der prallen Sonne arbeiten, und der Nachschub an Flüssigkeit muss auch gewährleistet sein.
Aber das wissen und beherzigen wir ja hoffentlich alle.

Was allerdings nicht alle wissen ist, dass es auch technische Probleme mit der sommerlichen Hitze gibt.
Viele denken das es ja optimales Fassadenwetter sei.
Leider ist dem nicht so.
Die Farben trocknen zu schnell auf, auch in schattigen Bereichen.
Das wiederum beeinträchtigt unter Umständen die Haftung am Untergrund.
Sicher sind aber optische Mängel zu erwarten.
Der Anstrich wird streifig oder wolkig, es ist fast jeder Pinselstrich zu erkennen.
Da hilft es manchmal auch nicht den Arbeitsbeginn vorzuziehen. Selbst wenn man bereits um 06.00 Uhr anfängt, ist der Untergrund noch immer zu warm, einfach weil über Nacht keine wirkliche Abkühlung stattgefunden hat. Eine morgendliche Temperatur von über 25° ist keine Seltenheit im Moment und die ersten Sonnenstrahlen heizen die Luft sofort auf. Da hat man kaum zwei bis drei Stunden Zeit zu arbeiten, bevor man unterbrechen und die Baustelle wechseln muss.
Das macht keinen Sinn.

Auch wenn es manchem Kunden nur schwer zu vermitteln ist, in solchen Fällen müssen die Arbeiten unterbrochen werden.
Erstens um unsere Mitarbeiter zu schützen, nicht das sie Hitzefrei bekämen, wir haben uns natürlich um Ausweichmöglichkeiten gekümmert ;-).
Und zweitens um eine fachgerechte Ausführung der Malerarbeiten gewährleisten zu können.
Denn das ist doch wo es am Ende drauf ankommt: Ein gutes Endergebnis mit dem alle zufrieden sind.

Deodorierte Grüße
SM

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Nicht mit uns!

Es ist passiert.
Ein Kunde wurde cholerisch.
Der Grund dafür? Ganz ehrlich: Keine Ahnung.

Das ist geschehen:Wir haben im Auftrag einer Hausverwaltung Fenster lackiert. Ein einfacher Überholungsanstrich. Termine mit Mietern und Eigentümern gemacht, pünktlich angerückt und losgelegt.

Die Arbeiten bei Herrn X (Ca. 60 Jahre alt, selbstständiger Jurist) abgeschlossen, Abdeckungen entfernt, den mitgebrachten Staubsauger eingesetzt und zu guter letzt schaut sich unser Mitarbeiter (Malergeselle seit 25 Jahren) mit Herrn X die Fenster an, bekommt grünes Licht und verabschiedet sich. Es gab sogar ein kleines Trinkgeld.
Wenig später klingelt unser Telefon. Herr X ist dran und brüllt sofort los:
Warum noch niemand zur Abnahme bei ihm gewesen wäre (keine 30 Minuten nach Abschluss der Arbeiten bei ihm)? Wer sich die Scheiße denn jetzt anschauen würde? So eine Scheiße hätte er noch nie erlebt! Der Chef oder ein Meister müssten sofort kommen und mit ihm den Mist abnehmen!
Er lässt keinen Einspruch zu und polemisiert weiter. Auch die mehrfache Ankündigung das Gespräch unter diesen Umständen abzubrechen kann ihn nicht bremsen.
Also bricht der Kollege das Gespräch ab. Hätte ich auch getan.

Was mag in Herrn X vorgegangen sein?
Wir wissen es nicht. Was soll in den wenigen Minuten nach verlassen seiner Wohnung furchtbares passiert sein? Im schlimmsten Fall ist Lack auf das Fensterglas gekommen. Doch das rechtfertigt sicher nicht einen solchen Ausraster.

Ein solches Verhalten ist in unseren Augen völlig inakzeptabel. So lassen wir nicht mit uns reden. Wenn jemand unsere Leistung kritisieren möchte, kann er das natürlich gerne tun. Schön wäre eine konstruktive Kritik, man kann aber auch mal einfach schimpfen wenn etwas schief gegangen ist.
Aber losbrüllen und unsere Arbeit als Scheiße beschimpfen?

Nein, nicht mit uns.
Auch wenn man uns Handwerkern gerne einen eher rüden Umgangston nachsagt, so lassen wir nicht mit uns umgehen.
In diesem Sinne: Nicht aufregen, locker bleiben.

SM

PS: Auch Tage später gab es keine Rückmeldung seitens der Hausverwaltung oder des Herrn X. Wir werden wohl nie erfahren was ihn so aufgebracht hat.

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Skepsis auf beiden Seiten

Ortstermin am Objekt.
Unser Kunde, ein Vertreter der Eigentümergemeinschaft, erklärt uns detailliert die Problematik.
Es geht um einen ungleichmäßigen Fassadenanstrich (ca. vier Jahre alt) und den schlecht gefilzten Putz darunter. Die beiden ausführenden Firmen (Putzer und Maler) sind nicht mehr im Spiel und wir sollen nun retten was zu retten ist.

Eine unangenehme Situation. Aber nichts was man nicht durch genaue und schriftlich fixierte Absprachen im Vorfeld regeln könnte.

Richtig interessant wurde es durch die Bemerkung des Kunden, dass es mit allen an der damaligen Sanierung beteiligten Handwerkern, nicht nur mit den beiden erwähnten Gewerken, Probleme gegeben habe. Ein solcher Satz macht natürlich hellhörig.

Erfahrungsgemäß kommt eine solche Aussage von nicht ganz so einfachen Auftraggebern. Welche uns aber noch nie abgeschreckt haben.
Nur in Verbindung mit der delikaten Aufgabenstellung lässt uns diese Bemerkung aufhorchen. Ich will nicht sagen die Alarmglocken klingelten, aber es geht in diese Richtung.

Wenn wir von A bis Z abliefern könnten, wäre uns wohler. Aber auf einem bereits bemängelten Untergrund zu arbeiten, aus Kostengründen nicht die optimale Lösung anbieten zu können und das bei einem Kunden der aus gutem Grund schon sehr skeptisch ist, da haben wir schon besser gelacht.

Aber egal. Wir wissen was wir können und wir werden unser Angebot abgeben.
Und dann schau’n wir mal.

Lasst euch nicht verrückt machen.

SM

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Richtig nass gemacht.

Denn nur richtig nass lassen sich alte Tapeten möglichst leicht entfernen.
Wenn wir ehrlich sind, dann ist Tapeten abkratzen wirklich eine der unbeliebtesten Arbeiten in unserem Job.
Denn selbst Tapeten die mit dem Label ‚trocken abziehbar‘ versehen sind, sträuben  sich oft genug hartnäckig dagegen sich vom Untergrund zu trennen. Von den mehrlagigen Tapetenschichten in Kölner Altbauten möchte ich lieber gar nicht erst sprechen.

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Selbst wenn es nur eine Lage Raufasertapete in einem, sagen wir mal fünf Jahre alten Haus ist, bedeutet das nicht, dass sie leicht zu entfernen wäre. Außerdem wissen wir ja nie ob der Untergrund vor der Tapezierung damals auch vernünftig grundiert wurde. Da hilft nur eines: Nass machen, nass machen, nass machen!
Viel Wasser, mit einem Tapetenlöser drin (zur Not tut’s auch ein einfaches Spülmittel) immer wieder auf die Wand aufgetragen.
Aus eigener Erfahrung geht’s am effektivsten mit einer Gartenspritze, mit der Rolle landet doch das meiste auf dem Boden. Wenn ihr dann ein Loch in der Abdeckung habt, suppt die Brühe auf den Oberboden durch. Ein Nervenkitzel den wir, gerade bei Holzböden nicht brauchen.
Zehn Liter für ein normal großes Zimmer sind absolut keine Seltenheit. Ich mache die Wände, oder auch die Decke, mindestens fünf mal nass bevor ich den Kratzspachtel in die Hand nehme. Und auch während ich schon kratze, mache ich zwischendurch immer wieder die Tapeten nass.

Und wenn es mal gar nicht geht, dann hilft vielleicht noch ein Tapetenperforierer (oder auch Igel genannt).

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Der TP220 von Festool

Dieses martialische Gerät durchlöchert die Tapeten und ermöglicht so dem Wasser/Tapetenlöser das Eindringen in die Papierschichten. Gerade wenn die Tapeten mit einer wasserfesten Farbe überstrichen wurde ist eine solches Werkzeug zu empfehlen.
Jetzt nur noch darauf achten die Müllsäcke nicht zu voll, bzw. nicht zu schwer zu machen und fertig ist die Laube.

 

Gutes gelingen.
SM

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Unser Neuer

Da ist er!

Unser neuer Transporter. Ein Ford Transit Custom mit langem Radstand.
Keine drei Monate hat es gedauert bis er bei uns auf dem Hof stand.
„Von der Stange“ konnten wir leider keinen kaufen, dafür hat schon alleine unser Wunsch nach einer zweiten Schiebetür gesorgt. Und wenn wir sowieso auf den Wagen warten müssen, dann konfigurieren wir uns auch unseren Wunschtransporter zusammen.

Nach den ersten „Einsatzfahrten“ können wir sagen: Das Warten hat sich gelohnt.

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Der Neue

Große Ladefläche, genug Verzurrösen und eine Durchladeklappe um lange Gegenstände bis unter den Beifahrersitz durch zu schieben (endlich passen die Gerüststangen komplett in’s Auto), vorne gibt es genug Ablagefächer für Fahrer und Beifahrer und das Radio hat eine sehr gute Freisprecheinrichtung.

 

Was noch fehlt ist die Beschriftung. Aber da sind wir auch schon dran. Da der Neue auch komplett anders beschriftet werden soll als der Alte, dauert es ein bisschen bis es vom Entwurf zur Beklebung.
Das Ergebnis werden wir dann voller Stolz auch hier präsentieren.

Treibt’s bunt, bess spääder.
SM

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Schreiben statt malen.

Jetzt ist es also soweit.
Wir bloggen.
Wir, das sind zwei Malermeister die seit 1994 einen Malerbetrieb in Köln führen.
Worüber wir bloggen werden ist nicht sicher, aber das wird sich herausstellen.
Learning by doing ist ja schließlich nicht das schlechteste. Es wird sich wohl hauptsächlich um Themen aus unserem Berufsalltag drehen.
Lustiges, ärgerliches, Projekte, Erfahrungen, Neuheiten und alte Geschichten.PINZL_Zebra
Man liest sich.

 

TH & SM.
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